Skoliose – Präzise Diagnose & moderne Behandlung | Orthopäde 1160 Wien
Als Orthopäde im 16. Bezirk ist es mir ein großes Anliegen, dass jeder Patient mit Skoliose eine individuelle und verständliche Betreuung erhält. Viele Betroffene suchen oft erst Hilfe, wenn Schmerzen oder Einschränkungen im Alltag auftreten – doch je früher wir gemeinsam einen genauen Blick auf die Wirbelsäule werfen, desto besser lässt sich der Verlauf positiv beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis
Was bedeutet Skoliose?
Eine Skoliose beschreibt eine dreidimensionale Verkrümmung und Verdrehung der Wirbel, die sowohl das Erscheinungsbild als auch die Bewegung beeinflussen kann. Schon im Kindesalter fallen manchmal subtile Fehlstellungen auf, etwa unterschiedliche Schulterhöhen oder ein nach außen drängendem Rippenbogen. Diese Verdrehung (Torsion) führen zudem zu folgenden Veränderungen:
- asymmetrische Schultern
- einseitig prominenter Rippenbuckel
- Lendenwulst
- verschobenes Becken
Erst wenn im Röntgenbild ein Cobb-Winkel von mindestens 10 Grad gemessen wird, spricht man medizinisch von einer Skoliose.
In vielen Fällen lässt sich keine klare Ursache feststellen – man spricht dann von einer idiopathischen Skoliose. Sie tritt besonders häufig im Kindes- und Jugendalter auf, vor allem während des schnellen Längenwachstums in der Pubertät.
Wird die Skoliose früh entdeckt, kann man vielen späteren Problemen vorbeugen und den Kindern ein aktives Leben ohne Einschränkungen ermöglichen.
Einteilung & Formen der Skoliose
Die Klassifikation erfolgt nach dem Alter bei Diagnose:
- infantile Skoliose: unter 3 Jahren
- juvenile Skoliose: 3–9 Jahre
- adoleszente Skoliose: 10–18 Jahre
- adulte Skoliose: im Erwachsenenalter
Zudem kann die Krümmung je nach Lage unterschieden werden:
- thorakal (Brustwirbelsäule)
- lumbal (Lendenwirbelsäule)
- thorakolumbal (Übergangsbereich)
Während Kinder häufig keine Schmerzen zeigen, berichten Erwachsene oft über Rückenschmerzen, Verspannungen oder Beschwerden, die bis ins Bein oder den Fuß ausstrahlen können. Eine unbehandelte Skoliose kann langfristig die Beweglichkeit einschränken und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Abhängig von der Lage: Symptome und Risiken
Die Lokalisation des Bandscheibenvorfalls beeinflusst die Symptome deutlich:
- Halswirbelsäule (HWK 5/6, HWK 6/7): Schmerzen strahlen in Arme aus, Muskellähmungen und Sensibilitätsstörungen möglich.
- Brustwirbelsäule (BWS): Selten, Schmerzen im betroffenen Abschnitt, manchmal Ausstrahlung in den Brustkorb oder Rippenbereich.
- Lendenwirbelsäule (L4/L5, L5/S1): Häufigster Ort; Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühle und Bewegungseinschränkungen im Rücken, Gesäß, Bein oder Fuß.
Die Folgen eines unbehandelten Bandscheibenvorfalls können dauerhaft sein. In extremen Fällen, wie beim Kauda-Syndrom, kann der Wirbelkanal nahezu vollständig blockiert werden. Patienten zeigen dann neurologische Ausfälle, Taubheit im Gesäßbereich („Reithosenanästhesie“), starke Beinschmerzen und Blasen- bzw. Mastdarmstörungen. Dies ist ein Notfall und erfordert sofortige chirurgische Behandlung.
Beschwerden & Symptome
Typische Hinweise auf eine Skoliose sind:
- sichtbare Haltungsasymmetrien
- ungleiche Taillen- oder Schulterhöhe
- Rücken- und Hüftschmerzen (insbesondere bei Erwachsenen)
- schnelle Ermüdung der Rückenmuskulatur
- bei schweren thorakalen Krümmungen: eingeschränkte Atemkapazität
Auch psychische Belastungen – besonders bei Jugendlichen – sollten bei der Therapie berücksichtigt werden.
Diagnostik in meiner Ordination in Ottakring
Als Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie biete ich eine umfassende Diagnostik:
1. Anamnese
- familiäre Vorbelastung
- Hinweise auf organische Ursachen
- Verlauf des Wachstums, Menarche, Pubertätsstatus
2. Klinische Untersuchung
- Schulter- und Beckenstand
- Beinlängendifferenzen
- Adams-Vorbeugetest
- Hautveränderungen (z. B. Café-au-lait-Flecken als Hinweis auf neurologische Erkrankungen)
- Überprüfung der Wirbelsäulenbeweglichkeit
- neurologischer Status
3. Bildgebung
- Wirbelsäulen-Röntgen im Stand zur Bestimmung des Cobb-Winkels
- bei Bedarf seitliche Aufnahme zur Analyse des Profils
- MRT, wenn eine andere Ursache ausgeschlossen werden muss
Therapie – konservativ und operativ
Die Behandlung richtet sich nach dem Alter, dem Grad der Krümmung sowie dem Wachstumsstatus.
Kinder & Jugendliche
- < 20° Krümmung: regelmäßige Kontrollen alle 4–6 Monate, ggf. Physiotherapie nach Schroth
- 20–45° Krümmung: Korsetttherapie, am häufigsten das Cheneau-Korsett
- 45°: operative Korrektur wird in Erwägung gezogen
Erwachsene
- gezielte Physiotherapie
- Schmerztherapie
- Infiltrationen
- Orthesen
- Akupunktur
- bei schwerer Progredienz: operative Stabilisierung
Bei der adulten Skoliose steht die Symptomlinderung im Vordergrund:
Prävention & Verlauf - Gesundheit für die Wirbelsäule
Die Entstehung einer idiopathischen Skoliose lässt sich nicht verhindern – der Verlauf jedoch sehr wohl.
Wichtig sind:
- frühe Diagnose
- regelmäßige Kontrollen im Wachstum
- konsequente Durchführung der Therapie
- gute muskuläre Stabilität der Rumpf- und Rückenmuskulatur
Nach abgeschlossenem Wachstum gelten Krümmungen unter 30 Grad als stabil. Bei über 50 Grad kann die Skoliose im Erwachsenenalter jährlich leichtzunehmen.
facharztarzt für Orthopädie in 1160 Wien
Ob akute Beschwerden, Fragen zur Skolioseentwicklung Ihres Kindes, Informationen zu Behandlungen oder eine Zweitmeinung – in meiner Praxis in Ottakring nehme ich mir Zeit für Ihr Anliegen.
Für eine Terminvereinbarung kontaktieren Sie mich gerne per Telefon.